Gesundheitscampus Calw

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07.06.2024

Hochmoderne Einheit für die Intensivversorgung an den Kliniken Nagold

Bildnachweis: Klinikverbund Südwest / Tiziana Schuster Abgebildete Personen: v.l.n.r. Alexandra Freimuth, Regionaldirektorin Calw-Nagold, Jennifer Moritz-Donath, Bereichsleitung Intensiv, IMC und Anästhesie, Dr. Uwe Helber, Chefarzt Kardiologie, Alexander Schmidtke, Geschäftsführer KVSW, Landrat Roland Bernhard, Aufsichtsratsvorsitzender KVSW, Dr. Jens Döffert, Chefarzt Anästhesie und Intensivmedizin, Landrat Helmut Riegger, Aufsichtsratsvorsitzender Kreiskliniken Calw, Prof. Dr. Hubert Mörk, Ärztlicher Direktor und Chefarzt Gastroenterologie, Dr. Ulrich Haag, Chefarzt Urologie

Sie ist neben dem OP-Bereich das Herzstück der klinischen Akutversorgung an den Kliniken Nagold:

Die neue Intensivstation mit Intermediate Care.

Ab Juni 2024 wird sie schrittweise den Betrieb aufnehmen. Perspektivisch werden  dann  20 Betten  für  die Patientenversorgung  zur  Verfügung  stehen,  12  davon  für  die intensiv-medizinische und intensivpflegerische Behandlung und Überwachung und 8 Betten der Intermediate Care Versorgung (IMC) beide unter Leitung der Klinik für Anästhesie  und  Intensivmedizin.  Im  Zuge  der Generalsanierung  am  Standort Nagold  werden  4  Betten  der IMC  zunächst  für  die  Chest  Pain  Unit  unter kardiologischer Leitung genutzt.

Damit ist gleichzeitig ein wichtiger Meilenstein in der Generalsanierung der Kliniken Nagold erreicht. Der erste Bauabschnitt ist fertiggestellt, nachdem 2021 zunächst das  neue  Bettenhaus  in Betrieb  genommen  wurde,  und im  Herbst  2023  die Fertigstellung der Verbindungsstücke zwischen Neu- und Altbau folgten.

Landrat  und  Aufsichtsratsvorsitzender  der  Kreiskliniken  Calw  Helmut  Riegger würdigt die Fortschritte: „Die Eröffnung der neuen hochmodernen Intensivstation ist  ein  weiterer  wichtiger  Meilenstein  zur zukunftsfähigen medizinischen Versorgung  im  Kreis  Calw.  Mit  der  Zustimmung  zur  Umsetzung  der Medizinkonzeption 2030 hat der Kreistag eine wichtige Entscheidung getroffen, um auf  die  sehr  dynamischen Rahmenbedingungen  und Herausforderungen  der Krankenhäuser  zu  reagieren.  Ein  besonderer  Dank  geht  an unsere  Kreis- und Aufsichtsräte,  die  mit  dieser  vorausschauenden  und  verantwortungsvollen Entscheidung zur Modernisierung der Klinikstandorte diesen Fortschritt im Sinne der Patientenversorgung und Arbeitgeberattraktivität ermöglicht haben.“ 

Auch  Alexander  Schmidtke,  Geschäftsführer  des  Klinikverbundes Südwest,  ist überzeugt: „Die  hochmoderne und  spezialisierte  Versorgungseinheit  aus Intensivstation, Intermediate Care und Chest Pain Unit stärkt die Kliniken Nagold als  zukünftigen  Schwerpunktversorger,  wie  es auch  die beschlossene Medizinkonzeption  2030 vorsieht.  Mit  den  auf  die  Arbeitsabläufe  optimierten Räumlichkeiten und der Nähe der verwandten Versorgungseinheiten zueinander tragen wir der zunehmenden Interdisziplinarität in der medizinischen Versorgung Rechnung. Das kommt am Ende vor allem der Qualität und Patientensicherheit zugute.“  

Schon  während  der  Planungsphase  waren  die  Mitarbeitenden  als  zukünftige Nutzer in die Ausarbeitung und Gestaltung der neuen Einheit eingebunden. In den letzten Wochen und Monaten stand die umfangreiche und akribische Vorbereitung des Umzugs im Fokus.

„Die Mitarbeitenden allen voran die Leitungen des Pflege- und Funktionsdienstes der Intensivstation und die chefärztlichen Leitungen, aber auch  Therapeuten,  Medizin-  und  Haustechnik,  IT,  Logistik,  Apotheke  und viele weitere haben sich mit großem Engagement zusätzlich zum regulären Klinikbetrieb um  die  Vorbereitungen, intensiven  Schulungen  und  die Umzugsplanung gekümmert. Ihnen allen gebührt mein größter Respekt und Dank.“, so Schmidtke. 

Für Chefarzt und Leiter der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin Calw-Nagold Dr. Jens Döffert und Jennifer Moritz-Donath, Bereichsleitung Anästhesie, Intensiv und IMC Pflege, haben sich die Anstrengungen aber gelohnt. „Wir bilden hier ein sehr umfangreiches Leistungsspektrum ab, von der Versorgung intensivpflichtiger und lebensbedrohlich erkrankter Patienten aus allen Fachbereichen über schwere Atemwegserkrankungen  mit Beatmung  bis  zur kontinuierlichen  Dialyse  und versorgen dabei über 900 Patienten auf unserer Intensivstation jedes Jahr. Das erfordert  eine  enge  bereichsübergreifende  Zusammenarbeit.  Dadurch, dass wir nun auch in direkter räumlicher Nähe zwischen Intensivstation, Intermediate Care und der kardiologischen Intensivversorgung zusammenarbeiten, können wir einen optimalen Wissensaustausch sicherstellen und unsere Patientinnen bestmöglich behandeln.“, erklärt Döffert.  

Dem  stimmt  Dr.  Uwe  Helber,  Chefarzt  des  Zentrums  für  Kardiologie  Nagold-Herrenberg zu: „Da wir zunehmend komplexe Interventionen im Herzkatheterlabor durchführen,  ist  für  uns  in  der  Kardiologie  die Nähe und  Verbindung  zwischen Intensivstation, Chest Pain Unit und den Herzkatheter-Messplätzen ein essentieller Baustein  für  die  Patientensicherheit.  Zudem  können  wir  Schulungen  und  den Ausbau fachspezifischer  Expertise  unserer  Mitarbeitenden  in  der  engeren Zusammenarbeit besser realisieren. Die neue Station ist daher für Mitarbeiter wie Patienten ein absoluter Gewinn.“ 

Daten und Fakten zur neuen Versorgungseinheit an den Kliniken Nagold: 


  Kapazität: 12 Betten Intensivstation, 8 Betten Intermediate Care (davon 
zunächst 4 Betten Chest Pain Unit) 
  Hygiene: alle Zimmer der Intensivstation als Einzelzimmer konzipiert, 
davon 4 mit zusätzlicher Schleuse als ISO-Zimmer ausgebildet nach den 
Erkenntnissen aus der Pandemie 
  Fläche: 1.460 m² Bruttogeschossfläche, 690 m² Nutzfläche (entspricht 
pro Bett 34,5 m²) 
  Zusammenarbeit: Intensivstation, Intermediate Care, Chest Pain Unit mit 
den zugehörigen Herzkathetermessplätzen und kardiolog. 
Telemetriestation auf einer Ebene in direkter Nähe 
  Versorgung: jährlich über 900 Patienten auf der Intensivstation, und 
insgesamt über 14.000 Beatmungsstunden  
  Investition: rd. 14 Mio. € 

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